Ablauf und Methoden

Ablauf

Im Wesentlichen hat jedes Coaching nach dem ersten telefonischen oder schriftlichen Kontakt folgende fünf Phasen:

  1. Erstgespräch: Dieses erste Gespräch dient dem beiderseitigen Kennenlernen und einer ersten Information zum Anliegen des Klienten. Wenn es sich um ein Kinder- und Jugendcoaching handelt, kann es sinnvoll sein, dieses Erstgepräch nur zwischen Coach und Eltern zu verabreden. Im zweiten Gespräch ist es dann jedoch wichtig, dass auch das Kind oder der Jugendliche die Gelegenheit hat, mich kennenzulernen und dann selbst zu entscheiden, ob er/sie mit mir zusammenarbeiten möchte. Vertrauen und Motivation sind bilden die Basis für ein erfolgreiches Coaching. Dieses Erstgespräch ist unverbindlich und kostenlos.

  2. Zielfindung: Nachdem Klient und Coach vereinbart haben, zusammenzuarbeiten, erfolgt im nächsten Schritt die Zielfindung. Hierbei geht es darum, ein konkretes und erreichbares Ziel zu formulieren und die voraussichtliche Dauer des Coachings festzulegen.

  3. Der Weg zum Ziel: Hier kommen vielseitige Angebote, sich dem Problem und seiner Lösung zu nähern. Zur Methodenvielfalt können Sie sich weiter unten informieren. In dieser Phase kann es auch noch zu einer Zielschärfung bzw. -änderung kommen. Sie umfasst in der Regel mehrere Sitzungen.

  4. Zielerreichung: In dieser Phase stellt der Klient fest, dass er sein ursprünglich formuliertes Ziel erreicht hat. Das Coaching kann beendet werden.

  5. Abschlussgespräch und Evaluation: In einem letzten Gespräch gibt es einen Rückblick auf den Verlauf des Coachings verbunden mit einem Feedback an den Coach und den Prozess.

Methoden

Im Coaching hat sich eine Methodenvielfalt bewährt. In meiner Praxis arbeite ich mit verschiedenen wissenschaftlich anerkannten Verfahren. Die hier aufgeführte Auflistung gibt einen kleinen Einblick in die möglichen Arbeitsweisen.

Schemacoaching

Schemacoaching hat seinen Ursprung in der von Jeffrey E. Young entwickelten Schematherapie. Das daraus entwickelte Schemacoaching ist hiermit nicht identisch, hat aber die Integration von kognitiven und imaginativen Techniken, sowie die Theorie der verschiedenen Schemata übernommen. Als Schema wird hier ein Verhalten bezeichnet, das in der Kindheit hilfreich und notwendig war (z. B. Misstrauen), im Erwachsenenalter aber nicht mehr angemessen ist. Diese Form des Coachings betrachtet also Erfahrungen  und daraus entstandene Bewältigungsmuster aus der Kindheit, um das Verhalten und Bewerten in der aktuellen Zeit besser zu verstehen und dann auch zu verändern.

 

EMDR

EMDR (Eye Movement Desensititation and Reprocessing, zu deutsch Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung) ist ursprünglich zur Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen entstanden und wird im Coaching zur Bearbeitung belastender Sitationen aus der Vergangenheit genutzt. Dabei muss es sich nicht um ein traumatisches Erlebnis handeln. Es kann schon ausreichen, dass eine besonders peinliche Situation, z. B. ein misslungener Vortrag, dazu führt, dass bei jeder neuen und ähnlichen Situation Gefühle von Scham und Angst oder sogar Körperreaktionen wie z. B. Schwitzen auftreten. Mit EMDR ist es möglich, diese körperlichen Reaktionen von den Erinnerungen abzukoppeln. Damit kann der Klient wieder unbelastet und entspannter seine Aufgaben meistern. Erreicht wird diese Neustrukturierung von Erinnerung und dazugehörigen Gefühlen durch vom Coach angeleitete Augenbewegungen.

 

Fantasiereisen

Fantasiereisen sind hervorradend dazu geeignet, positive Gefühle und innerliche Stärkung zu erleben. Hierbei begibt sich der Klient in einen Entspannungszustand und erfährt durch die Anleitung der Fantasiereise durch den Coach neue Zugänge zu Ressourcen und Stärken.

 

Glaubenssatzarbeit

Unser Leben ist oft geprägt durch Sätze, die uns einerseits stärken können ("Ich bin wertvoll, so wie ich bin") aber auch hinderlich für uns sein können ("Ich bin zu dumm für Mathematik."). Viele dieser Sätze sind uns nicht voll bewusst, bestimmen aber oft unsere Reaktionen. Negative Glaubenssätze können der Grund dafür sein, dass wir nicht das erreichen, was wir uns eigentlich vorgenommen haben oder wünschen. Im Coaching geht es oft darum, diese negativen Glaubenssätze zunächst zu erkennen und dann durch positive Sätze zu ersetzen. Es ist oft ein Schlüsselthema in der Arbeit mit einem Klienten, der sich dadurch immer bewusster wird, was ihn eigentlich antreibt oder blockiert.

 

Timeline

Mit der Timeline können hilfreiche und bereichernde Szenen aus der Vergangenheit des Klientel erinnert werden. Die daraus entstandenen Ressourcen können für zukünftige Herausforderungen besser abgerufen werden.

 

Biografiearbeit

 In der Biografiearbeit geht es darum, wertschätzend auf das bisherige Leben des Klienten zu schauen. Dazu gehören schöne wie auch schwierige Momente und Ereignisse. Dieser Blick von außen auf das bisherige Leben ermöglicht es dem Klienten, größere Zusammenhänge zu erkennen und dankbar auf die positiven Erlebnisse und Erinnerungen zu schauen. Dies ist besonders wichtig, wenn es um Versöhnung mit der eigenen Geschichte geht.

 

Aufstellungen

Aufstellungen können sehr verschieden sein und hängen stark vom Anliegen des Klienten ab. Es kann sich dabei um die Aufstellung des eigenen inneren Teams handeln, um zu erkennen, was den Klienten antreibt oder hindert, welche Ziele und Werte er verfolgt und was ihm zur Erreichung seines Zieles noch fehlt. Es kann sich aber auch um das Veranschaulichen von Konfliktsituationen handeln, in dem der Klient die Perspektive wechselt und die Position seines "Gegners" einnimmt.