RIT-Reflexintegration

Reflexintegration

Manchmal bedarf es bei einem auffälligen Verhalten eines Kindes einer zusätzlichen Abklärung, ob es nicht noch andere Gründe dafür gibt. So können Ungeschicklichkeit, Konzentrationsschwierigkeiten oder das Nicht-still-sitzen-können im Unterricht (ADHS-Symptomatiken) aber auch Lese-Rechtschreibschwierigkeiten (LRS) und Dyskalkulie Folge von noch aktiven Reflexen aus dem Babyalter sein. Was versteht man darunter? Jedes Kind kommt mit Reflexen auf die Welt, damit es das erste Jahr überleben kann, denn in dieser Zeit kann es viele Bewegungen noch nicht willentlich ausführen (z. B. Saugreflex, Greifreflex, uvm.) Diese Reflexe werden in der Regel innerhalb des ersten Lebensjahres in den altersgemäßen Bewegungsablauf integriert und bestehen dann in ihrer ursprünglichen Form nicht mehr. Das Kind hat gelernt, bestimmte Bewegungen bewusst auszuführen. Findet diese Integration jedoch nicht oder nicht vollständig statt, können in der Schule aber auch noch später im Erwachsenenalter Probleme auftauchen. Hier bietet die Reflexintegration die Möglichkeit, noch bestehende aber hinderliche Reflexe durch Tests zu erkennen und dann mithilfe eines einfachen Bewegungsprogramms zu integrieren. Hier finden Sie einige Beispiele, die ein Hinweis darauf sein können, ob bei Ihrem Kind Reflexintegration eine Hilfe wäre:

  • Verkrampfte Stifthaltung, ungeschickter Umgang mit Messer und Gabel
  • Konzentration auf das Wesentliche ist nicht möglich
  • Blatt liegt quer beim Schreiben oder Malen
  • Keine Schnürsenkel binden können
  • Wortverdrehungen, z. B. Staumbamm statt Baumstamm
  • Immer der Klassenclown sein
  • Rutscht und kippelt ständig mit dem Stuhl
  • Ordnung halten fällt schwer

Falls Ihnen das bekannt vorkommt, schauen Sie sich den Auszug aus unserem Fragebogen mit 75 Fragen an. Die Anzahl der "Ja"-Antworten gibt Auskunft darüber, ob noch aktive frühkindliche Reflexe an den Lern- und Verhaltensschwächen Ihres Kindes verantwortlich sein können.

Mehr Infos finden Sie unter www.rit-reflexintegration.de

 

Reflexintegration - Fortbildung für Kitas

Für Kitas gibt es die Möglichkeit, Module der Reflexintegration in den Kita-Alltag einzubauen und somit die neuronale Schulreife der Vorschulkinder zu fördern. Hier findet die Reflexintegration nicht im Einzelsetting, sondern in Ihrer Einrichtung mit einer ganzen Gruppe von Kindern (z. B. die Vorschulkinder, oder Kinder mit besonderem Förderbedarf, von der Einschulung zurückgestellte Kinder etc.) statt. Falls Sie Interesse haben, Ihre Erzieherinnen und Erzieher in diesem Bereich fortzubilden finden Sie nachfolgend nähere Informationen. Gerne komme ich auch bei Ihnen zu einem unverbindlichen Informationsgespräch vorbei. Es besteht auch die Möglichkeit zum Thema Bewegung im Kleinkindalter im Zusammenhang mit den frühkindlichen Reflexen einen thematischen Elternabend zu gestalten.

 

RIT - Reflexintegration bei Kindern mit Dyskalkulie

 

Das Kind kann nicht stillsitzen, sich auf nichts konzentrieren und ist obendrein vermeintlich ungeschickt?
Das ist nicht ungewöhnlich, stellt aber spätestens im Vorschul- und Grundschulalter eine größere Herausforderung für Eltern dar.
Wenn es den Kindern schwerfällt, sich in einem Zahlenraum zurecht zu finden, oder mathematische Rechenoperationen korrekt durchzuführen, dann ist RIT eine gute Möglichkeit, das Kind zu unterstützen.
Eine medikamentöse Behandlung ist nicht in Erwägung zu ziehen, auch wenn das Kind an diagnostiziertem ADHS leidet. Denn es gibt eine schonende und hilfreiche Methode, die frühkindliche Reflexe integrieren und für Ruhe im kindlichen Geist und Körper sorgen kann. 
RIT ist ein erprobtes und hochwirksames Training, um die in der frühkindlichen Entwicklungsphase notwendigen Reflexe in bewusste Bewegungsabläufe zu überführen. Die Reflexintegration hat schon vielen Kindern geholfen, die ohne RIT eine medikamentöse Behandlung mit starken Nebenwirkungen und Lebensqualitätseinschränkungen erhalten hätten. Ich berate Sie gerne und prüfe, ob das RIT Reflexintegrationstraining bei Ihrem Kind in Frage kommt und eine Verbesserung erzielen kann.
Frühkindliche Reflexe integrieren sich nicht immer vollständig von allein in die altersgemäßen Entwicklungs- und Bewegungsabläufe.

 

Wann die Reflexintegration in Frage kommt 

Sicherlich eignet sich RIT nicht für alle Kinder. Doch es gibt durchaus Symptome, bei denen mit das RIT Reflexintegrationstraining gute Ergebnisse erzielt wurden.
Ein Bewegungstraining, in der unerwünschte Bewegungen abtrainiert und gewünschte Bewegungen geschult werden, ist die beste Methode, um dem Kind zu helfen. Um frühkindliche Reflexe zu integrieren und auf die Bewegungsabläufe im Rahmen der Entwicklung abzustimmen, muss keine Medikation mit beruhigender und nebenwirkungsreicher Performance erfolgen.
RIT (RIT = Reflexintegrationstraining) kann eine Lösung sein, wenn folgende Beispiele auf Ihr Kind zutreffen.

  • Besteck und Stifte werden verkrampft gehalten
  • Das Kind kann sich nicht auf das Wesentliche konzentrieren
  • Beim Zeichnen und Schreiben liegt das Blatt quer auf dem Tisch
  • Schnürsenkel binden fällt schwer oder gelingt gar nicht
  • Buchstaben und ganze Wortteile werden verdreht
  • Das Kind kann nicht stillsitzen und kippelt
  • Ordnung und Disziplin fallen schwer

 

Die aufgeführten Beispiele heißen nicht automatisch, dass ein Kind an ADHS leidet.
Doch das Risiko ist hoch und ehe Sie sich für eine medikamentöse Behandlung entscheiden, sollten Sie die Vorteile der Reflexintegration kennenlernen und dieses Konzept probieren.
Nicht nur für Eltern, sondern auch für Kitas und Vorschulen ist es hilfreich, frühkindliche Reflexe zu integrieren und dem Kind in der Gruppe wichtige Basics für die Zeit ab der Einschulung zu vermitteln. Im Gegensatz zum Elternhaus und der Psychotherapie, findet RIT in diesem Fall nicht in Einzelsitzungen, sondern in der ganzen Gruppe statt. Das hat einige Vorteile, zumal Kinder von ihren Spielkameraden lernen und sich an anderen Kindern ein Beispiel nehmen.

 

Wann erkennt man die Spätentwicklung der Reflexe?

Es gibt keinen wirklich festen Zeitpunkt, zu dem man von der erfolgten Reflexintegration sprechen kann.
Um frühkindliche Reflexe zu integrieren, braucht es bei normal entwickelten Kindern im Regelfall keine Unterstützung.
Doch verschiedene äußere Einflüsse und Rituale innerhalb einer Familie können dazu führen, dass die Reflexe aus dem Babyalter übernommen und nicht weiterentwickelt werden. In diesem Fall fällt die Konzentration schwer, das Kind kann nicht stillsitzen und keine Aufmerksamkeit im Gespräch aufbringen. RIT Reflexintegration ist eine erprobte Methode, um andere Behandlungen zu umgehen und dem Kind einen normalen Umgang mit seinen Gefühlen und seinen Befindlichkeiten beizubringen.
Im Endeffekt handelt es sich um eine Form des Trainings, die durch Wiederholungen funktioniert und bei Konsequenz mit dem Kind zum Erfolg führen wird.